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Remote-Audit

Ein Remote-Audit ist eine Auditprüfung, die ganz oder teilweise ohne physische Anwesenheit des Auditors am Standort des Bildungsträgers durchgeführt wird. Dabei kommen beispielsweise Videokonferenzsysteme, digitale Dokumentenfreigaben und andere Kommunikationslösungen zum Einsatz.


Auch bei einem Remote-Audit bleibt das Ziel unverändert: Der Auditor benötigt ausreichende Nachweise, um die Umsetzung der relevanten Anforderungen beurteilen zu können.


Dazu können digitale Teilnehmerakten, QM-Dokumente, Protokolle, Schulungsnachweise und andere Aufzeichnungen online eingesehen werden.


Interviews mit Geschäftsführung oder Mitarbeitern können per Videokonferenz erfolgen.


Ein Remote-Audit stellt hohe Anforderungen an die digitale Organisation des Bildungsträgers. Dokumente sollten strukturiert, aktuell und eindeutig zugeordnet verfügbar sein.


Nicht jede Prüfung lässt sich jedoch zwangsläufig vollständig remote durchführen. Ob ein Remote-Audit zulässig und fachlich geeignet ist, hängt vom konkreten Zertifizierungsverfahren, Prüfgegenstand und den Vorgaben der zuständigen Fachkundigen Stelle ab.


Der Begriff „Remote-Audit“ ist dabei eher ein Begriff der allgemeinen Zertifizierungs- und Auditpraxis als eine eigenständige Zulassungsart der AZAV.


Für digital organisierte Bildungsträger können Remote-Elemente dennoch die Bereitstellung und Prüfung von Nachweisen deutlich vereinfachen.

NetzExpert, Max Neugebauer 20. August 2026

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