Ein Überwachungsaudit ist eine Prüfung während eines laufenden Zertifizierungs- beziehungsweise Zulassungszyklus. Ziel ist es festzustellen, ob der Bildungsträger die relevanten Anforderungen weiterhin erfüllt und sein Qualitätsmanagement wirksam anwendet.
Während bei einer Erst- oder Wiederholungszulassung das gesamte System umfassend betrachtet werden kann, konzentriert sich ein Überwachungsaudit häufig auf ausgewählte Prozesse und wesentliche Entwicklungen seit der vorherigen Bewertung.
Der Auditor kann beispielsweise prüfen, ob interne Audits durchgeführt wurden, Managementbewertungen stattfinden, Beschwerden bearbeitet werden und festgestellte Korrekturmaßnahmen umgesetzt wurden.
Auch Änderungen an Organisation, Mitarbeitern, Standorten oder Prozessen können von Bedeutung sein.
Für Bildungsträger sollte ein Überwachungsaudit deshalb nicht als einmalige Prüfung verstanden werden, auf die man sich erst kurz vor dem Termin vorbereitet. Die erforderlichen Qualitätsprozesse sollten kontinuierlich gelebt und dokumentiert werden.
Ein gutes digitales System unterstützt dabei, Auditnachweise laufend zu erfassen. Dazu gehören beispielsweise Teilnehmerbefragungen, Schulungsnachweise, Qualitätskennzahlen, Protokolle, Beschwerden und Verbesserungsmaßnahmen.
Ob und in welcher Form ein konkretes Überwachungsaudit erforderlich ist, richtet sich nach dem jeweiligen Zertifizierungsverfahren und den Vorgaben der zuständigen Fachkundigen Stelle.