Eine Anpassungsfortbildung ist eine berufliche Fortbildung, die vorhandene Kenntnisse aktualisiert, erweitert oder an neue Anforderungen anpasst.
Sie ist insbesondere dann sinnvoll, wenn sich Arbeitsmethoden, technische Systeme oder gesetzliche Rahmenbedingungen verändern.
Beispiele sind Weiterbildungen zu neuen Softwareversionen, geänderten Sicherheitsvorschriften oder modernen Produktionsverfahren.
Der Teilnehmer bleibt grundsätzlich in seinem bisherigen Berufsfeld, erweitert jedoch seine berufliche Handlungskompetenz.
Eine Anpassungsfortbildung unterscheidet sich damit von einer Umschulung, bei der ein neuer Berufsabschluss erworben werden soll.
Auch von der Aufstiegsfortbildung ist sie abzugrenzen. Dort steht häufig eine höhere berufliche Qualifikation oder Führungsverantwortung im Vordergrund.
Im Rahmen der beruflichen Weiterbildung nach SGB III kann das Erhalten, Erweitern oder Anpassen beruflicher Kenntnisse an technische Entwicklungen ein förderfähiges Ziel sein.
Für Bildungsträger sollte eine Anpassungsfortbildung besonders praxisnah konzipiert werden.
Die vermittelten Kenntnisse sollten direkt im beruflichen Alltag anwendbar sein.
Digitale Lernstandserfassung kann zusätzlich dokumentieren, welche neuen Kompetenzen ein Teilnehmer durch die Fortbildung erworben hat.