Eine Anpassungsqualifizierung dient dazu, bestehende berufliche Kenntnisse und Kompetenzen an veränderte Anforderungen anzupassen.
Sie richtet sich insbesondere an Personen, die bereits über berufliche Erfahrung oder einen Berufsabschluss verfügen, deren Kenntnisse jedoch aktualisiert oder erweitert werden müssen.
Typische Gründe sind Digitalisierung, neue Technologien, veränderte gesetzliche Anforderungen oder neue Produktions- und Arbeitsverfahren.
Eine Anpassungsqualifizierung führt in der Regel nicht zu einem komplett neuen Berufsabschluss.
Sie stärkt vielmehr die Einsatzfähigkeit innerhalb eines bestehenden oder verwandten beruflichen Tätigkeitsfeldes.
Die Bundesagentur für Arbeit zählt Anpassungsweiterbildungen ausdrücklich zu den Formen der beruflichen Weiterbildung. Dabei sollen bestehende Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten erhalten, erweitert oder technischen Entwicklungen angepasst werden.
Für Bildungsträger sollte eine Anpassungsqualifizierung einen klaren Bezug zum bestehenden Kompetenzprofil der Zielgruppe besitzen.
Die Zugangsvoraussetzungen sind deshalb wichtig.
Ein Fortgeschrittenenkurs ist beispielsweise wenig sinnvoll, wenn ein Teilnehmer die notwendigen Grundlagen nicht besitzt.
Digitale Kompetenzprofile können helfen, vorhandene Qualifikationen mit den Anforderungen einer Maßnahme zu vergleichen.
Dadurch lässt sich gezielter entscheiden, welche Anpassungsqualifizierung für eine Person geeignet ist.