Eine Kompetenzfeststellung ist ein Verfahren zur strukturierten Ermittlung vorhandener Kenntnisse, Fertigkeiten und Fähigkeiten einer Person.
Sie kann vor, während oder am Ende einer Bildungsmaßnahme eingesetzt werden.
Vor Kursbeginn hilft sie beispielsweise festzustellen, welche Vorkenntnisse vorhanden sind und ob eine Maßnahme zum Teilnehmer passt.
Während einer Weiterbildung kann sie Lernfortschritt sichtbar machen.
Bei Teilqualifikationen spielt die Kompetenzfeststellung eine besonders wichtige Rolle.
Die Bundesagentur für Arbeit nennt die Feststellung erworbener Kompetenzen anhand definierter Qualitätskriterien ausdrücklich als Merkmal berufsanschlussfähiger Teilqualifikationen.
Kompetenzfeststellungen können praktische Aufgaben, Tests, Interviews oder Arbeitsproben umfassen.
Die Methode sollte zum jeweiligen Kompetenzbereich passen.
Für Bildungsträger ist eine standardisierte Bewertung hilfreich.
Dadurch werden Ergebnisse verschiedener Teilnehmer vergleichbarer.
Digitale Systeme können Kompetenzen als eigenes Raster hinterlegen.
Nach jeder Feststellung wird dokumentiert, welche Kompetenz erreicht wurde.
So entsteht im Laufe einer Weiterbildung ein individuelles Kompetenzprofil.
Kompetenzfeststellung verbindet damit Bildungsberatung, Lernfortschrittskontrolle und Qualifikationsnachweis.