Eine Umschulung ist eine berufliche Qualifizierung, mit der ein neuer anerkannter Berufsabschluss erworben wird.
Sie richtet sich häufig an Erwachsene, die ihren bisherigen Beruf nicht mehr ausüben können oder bewusst in ein neues Berufsfeld wechseln möchten.
Im Unterschied zu einer regulären Berufsausbildung wird eine Umschulung in der Regel verkürzt durchgeführt.
Die Bundesagentur für Arbeit erläutert, dass die Dauer typischerweise auf etwa zwei Drittel der regulären Ausbildungszeit reduziert wird.
Umschulungen können betrieblich oder bei einem Bildungsträger stattfinden.
Bei einer betrieblichen Umschulung erfolgt ein großer Teil der Qualifizierung unmittelbar im Unternehmen.
Bei einer trägergestützten Umschulung findet der Unterricht überwiegend beim Bildungsträger statt und wird häufig durch betriebliche Praktikumsphasen ergänzt.
Eine Umschulung endet grundsätzlich mit einer Prüfung für den entsprechenden anerkannten Berufsabschluss.
Unter bestimmten Voraussetzungen kann sie über einen Bildungsgutschein gefördert werden.
Für Bildungsträger ist eine Umschulung organisatorisch anspruchsvoll.
Unterricht, Praxisphasen, Prüfungsvorbereitung, Teilnehmerbetreuung und Kammertermine müssen miteinander koordiniert werden.
Eine digitale Umschulungsverwaltung sollte deshalb Curriculum, Praxisbetrieb, Prüfung, Anwesenheit und Teilnehmerdokumentation zentral verbinden.