Evaluation bezeichnet die systematische Bewertung einer Maßnahme, eines Prozesses oder eines Bildungsangebots anhand definierter Kriterien.
Bei Bildungsträgern kann beispielsweise untersucht werden, ob ein Kurs seine Lernziele erreicht, wie zufrieden Teilnehmer sind oder welche beruflichen Ergebnisse nach Abschluss entstehen.
Eine Evaluation unterscheidet sich von einer spontanen Meinung.
Sie folgt einem geplanten Verfahren und nutzt definierte Daten.
Dazu können Fragebögen, Prüfungsergebnisse, Kennzahlen oder Interviews gehören.
Im AZAV-System spielt die Bewertung durchgeführter Maßnahmen eine wichtige Rolle.
§ 2 AZAV verlangt Methoden zur Bewertung von Maßnahmen und ihren arbeitsmarktlichen Ergebnissen.
Eine Evaluation sollte deshalb über eine reine Zufriedenheitsabfrage hinausgehen.
Ein Kurs kann den Teilnehmern gefallen und trotzdem seine beruflichen Ziele verfehlen.
Umgekehrt kann eine anspruchsvolle Maßnahme erfolgreich sein, obwohl einzelne Teilnehmer sie als schwierig empfinden.
Sinnvoll ist daher die Kombination mehrerer Perspektiven.
Digitale Bildungsmanagementsysteme können Teilnehmerfeedback, Prüfungsergebnisse, Abbruchquote und gegebenenfalls Eingliederungsdaten miteinander verbinden.
Dadurch entsteht ein differenziertes Bild der Maßnahmequalität.
Evaluation liefert damit eine zentrale Grundlage dafür, Bildungsangebote sachlich zu bewerten und gezielt weiterzuentwickeln.