Zum Inhalt springen

Qualitätskennzahlen

Qualitätskennzahlen sind messbare Werte, die Informationen über Qualität, Leistung oder Entwicklung eines Prozesses liefern.


Bei Bildungsträgern können beispielsweise Teilnehmerzufriedenheit, Abbruchquote, Anwesenheitsquote, Prüfungserfolg oder Vermittlungsquote als Qualitätskennzahlen verwendet werden.


Welche Kennzahlen sinnvoll sind, hängt von Ziel und Maßnahmeart ab.


Eine Coaching-Maßnahme benötigt möglicherweise andere Kennzahlen als eine mehrjährige Umschulung.


Im AZAV-System sind Kennzahlen besonders relevant, weil § 2 AZAV ausdrücklich die Steuerung fortlaufender Optimierungsprozesse auf Grundlage erhobener Kennzahlen und Indikatoren nennt.


Kennzahlen sollten deshalb nicht nur erhoben, sondern auch ausgewertet werden.


Eine Abbruchquote von zehn Prozent sagt beispielsweise allein noch wenig aus.


Sie muss mit Zielwerten, früheren Zeiträumen oder vergleichbaren Kursen in Beziehung gesetzt werden.


Auch Ursachen sind wichtig.


Wenn die Abbruchquote steigt, sollte geprüft werden, ob bestimmte Dozenten, Kurszeiten oder Teilnehmergruppen besonders betroffen sind.


Digitale Bildungsmanagementsysteme ermöglichen solche Analysen direkt aus den vorhandenen Daten.


Statt Kennzahlen nachträglich aus mehreren Excel-Dateien zusammenzustellen, können Dashboards sie automatisch berechnen.


Qualitätskennzahlen schaffen dadurch eine objektivere Grundlage für Managemententscheidungen und kontinuierliche Verbesserung.

NetzExpert, Max Neugebauer 21. August 2026

Kontaktieren Sie uns

Diesen Beitrag teilen
Stichwörter
Qualitätsziele