Ein Schulungsstandort ist der konkrete Ort, an dem Unterricht, Training oder eine Bildungsmaßnahme durchgeführt wird.
Er kann mit dem Hauptsitz eines Bildungsträgers identisch sein oder sich an einer anderen Adresse befinden.
Zu einem Schulungsstandort gehören typischerweise Unterrichtsräume, technische Ausstattung und organisatorische Infrastruktur.
Welche Anforderungen gelten, hängt von der Art der Maßnahme ab.
Ein IT-Kurs benötigt beispielsweise andere Ausstattung als eine praktische technische Qualifizierung.
Bei AZAV-Trägern kann die Standortfrage zulassungsrelevant sein. Die AZAV sieht eine ortsbezogene Prüfung der Trägeranforderungen vor und nennt Standortänderungen ausdrücklich als relevante Änderungen.
Ein neuer Schulungsort sollte deshalb nicht automatisch genutzt werden, ohne den Zulassungsstatus zu prüfen.
Aus organisatorischer Sicht muss jeder Kursdurchgang dem richtigen Standort zugeordnet werden.
Dadurch lassen sich Teilnehmerinformationen, Raumplanung und Anfahrtsinformationen automatisch erzeugen.
Bei hybriden Angeboten kann zusätzlich zwischen physischem Schulungsstandort und Online-Unterricht unterschieden werden.
Eine digitale Standortverwaltung erleichtert außerdem Auswertungen.
Der Bildungsträger kann beispielsweise vergleichen, welche Standorte ausgelastet sind, wo Räume fehlen oder welche Maßnahmen regional besonders stark nachgefragt werden.