Eine Teilnehmerbefragung ist ein strukturiertes Verfahren zur Erfassung von Erfahrungen, Bewertungen und Verbesserungsvorschlägen der Teilnehmer.
Sie ist eines der wichtigsten Instrumente des Qualitätsmanagements bei Bildungsträgern.
Befragungen können beispielsweise während eines Kurses, am Kursende oder einige Zeit nach Abschluss durchgeführt werden.
Die Fragen können Unterricht, Organisation, Dozenten, Lernmaterialien und Betreuung betreffen.
Für AZAV-Träger ist die Teilnehmerbefragung besonders relevant.
Die AZAV nennt regelmäßige Befragungen der Teilnehmenden ausdrücklich im Zusammenhang mit dem systematischen Beschwerdemanagement und berücksichtigt Teilnehmerbewertungen auch bei weiteren Qualitätsanforderungen.
Eine Befragung sollte standardisiert genug sein, um Ergebnisse verschiedener Kurse vergleichen zu können.
Gleichzeitig sollte sie Raum für individuelle Kommentare bieten.
Wichtig ist außerdem eine ausreichende Rücklaufquote.
Digitale Fragebögen können automatisch zum richtigen Zeitpunkt versendet werden.
Ergebnisse werden anschließend direkt ausgewertet.
Besonders wertvoll wird die Teilnehmerbefragung, wenn aus den Erkenntnissen konkrete Maßnahmen entstehen.
Wenn beispielsweise mehrere Teilnehmer die technische Ausstattung kritisieren, sollte geprüft werden, ob Investitionen erforderlich sind.
Die Befragung wird dadurch zu einem Bestandteil des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses und nicht zu einer reinen Pflichtübung.