Ein Weiterbildungsträger ist ein Bildungsträger, dessen Schwerpunkt auf der beruflichen oder allgemeinen Weiterbildung liegt. Er bietet Bildungsangebote für Personen an, die bereits eine schulische, berufliche oder akademische Grundqualifikation besitzen und ihre Kenntnisse erweitern, aktualisieren oder ergänzen möchten.
Typische Angebote eines Weiterbildungsträgers sind Fachkurse, Zertifikatslehrgänge, Anpassungsqualifizierungen, Umschulungen, Teilqualifikationen, Sprachkurse oder berufsspezifische Weiterbildungen.
Die Finanzierung kann sehr unterschiedlich erfolgen. Teilnehmer können eine Weiterbildung selbst bezahlen, Arbeitgeber können die Kosten übernehmen oder öffentliche Förderinstrumente können eingesetzt werden.
Bei Maßnahmen der Arbeitsförderung müssen Weiterbildungsträger die jeweils geltenden Zulassungsanforderungen beachten. Für entsprechend geförderte Angebote sind Träger- und gegebenenfalls Maßnahmezulassungen nach SGB III und AZAV erforderlich.
Organisatorisch muss ein Weiterbildungsträger zahlreiche Prozesse miteinander koordinieren: Interessentenberatung, Teilnehmeraufnahme, Terminplanung, Dozenteneinsatz, Unterricht, Anwesenheit, Prüfungen, Zertifikate und gegebenenfalls Förderabrechnung.
Je größer das Kursangebot wird, desto wichtiger ist eine strukturierte digitale Verwaltung. Eine Weiterbildungssoftware kann Teilnehmer, Kurse, Dozenten, Termine, Dokumente, Verträge und Finanzinformationen zentral miteinander verbinden.
Der Begriff Weiterbildungsträger beschreibt damit nicht nur einen Kursanbieter, sondern häufig eine komplexe Bildungsorganisation mit umfangreichen administrativen und qualitativen Anforderungen.