Eine Lernhistorie dokumentiert die Bildungs- und Lernaktivitäten einer Person über einen längeren Zeitraum.
Sie kann absolvierte Kurse, Lernmodule, Prüfungen, Zertifikate und Kompetenznachweise enthalten.
Für Teilnehmer entsteht dadurch eine persönliche Bildungshistorie.
Ein Bildungsträger erkennt beispielsweise, welche Weiterbildung eine Person bereits abgeschlossen hat und welche Aufbaukurse geeignet sind.
Besonders bei modularen Programmen ist dies hilfreich.
Ein Teilnehmer kann über mehrere Jahre verschiedene Teilqualifikationen absolvieren.
Die Lernhistorie zeigt, welche Bausteine abgeschlossen und welche noch offen sind.
Digitale Systeme ermöglichen eine langfristige strukturierte Speicherung.
Allerdings müssen datenschutzrechtliche Aufbewahrungs- und Löschregeln berücksichtigt werden.
Nicht jede Information darf unbegrenzt personenbezogen gespeichert werden.
Eine gute Lernhistorie verbindet daher fachlichen Nutzen mit kontrolliertem Datenlebenszyklus.
Sie kann außerdem Grundlage für Kompetenzprofile und individuelle Weiterbildungsempfehlungen sein.