Rollen- und Rechteverwaltung bestimmt, welche Benutzer auf welche Daten und Funktionen eines digitalen Systems zugreifen dürfen.
Sie ist für Bildungsträger besonders wichtig, weil sehr unterschiedliche Personengruppen mit derselben Plattform arbeiten.
Eine Verwaltungskraft benötigt beispielsweise Zugriff auf Teilnehmerverträge und Kursorganisation.
Ein Dozent benötigt Teilnehmerlisten und Anwesenheiten.
Die Buchhaltung benötigt Finanzinformationen.
Teilnehmer wiederum dürfen ausschließlich ihre eigenen Daten sehen.
Statt Rechte für jeden Benutzer einzeln zu konfigurieren, werden üblicherweise Rollen definiert.
Beispiele sind Administrator, Verwaltung, Dozent, Coach oder Buchhaltung.
Jeder Rolle werden bestimmte Berechtigungen zugeordnet.
Zusätzlich können Rechte nach Standort, Kurs oder Abteilung eingeschränkt werden.
Datenschutzrechtlich besitzt diese Struktur große Bedeutung. Artikel 32 DSGVO verlangt angemessene technische und organisatorische Maßnahmen zum Schutz personenbezogener Daten; außerdem sollen Personen mit Zugang Daten nur entsprechend ihrer Befugnisse und Anweisungen verarbeiten.
Eine professionelle Rollen- und Rechteverwaltung folgt daher dem Prinzip: Nur so viel Zugriff wie für die jeweilige Aufgabe tatsächlich notwendig.
Sie verbindet Datenschutz, Informationssicherheit und effiziente Zusammenarbeit in einer zentralen Bildungsplattform.