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Bildungszielplanung

Die Bildungszielplanung ist ein Instrument der Arbeitsmarkt- und Weiterbildungsplanung, mit dem Agenturen für Arbeit beziehungsweise regionale Organisationseinheiten Schwerpunkte für die berufliche Weiterbildung darstellen können.


Dabei wird betrachtet, welche Qualifikationen und Berufsprofile auf dem regionalen Arbeitsmarkt besonders benötigt werden und in welchen Bereichen Weiterbildungsbedarf besteht.


Eine Bildungszielplanung kann beispielsweise bestimmte Berufsabschlüsse, Qualifizierungsfelder oder Branchen hervorheben, bei denen gute Beschäftigungsperspektiven erwartet werden.


Für Bildungsträger ist sie deshalb eine wichtige Informationsquelle bei der Entwicklung neuer Weiterbildungsangebote.


Sie kann Hinweise darauf geben, welche Qualifikationen regional besonders gefragt sind und welche Bildungsziele arbeitsmarktpolitisch relevant sind.


Eine Bildungszielplanung ist jedoch nicht mit einer individuellen Förderzusage gleichzusetzen.


Auch wenn ein bestimmtes Bildungsziel regional priorisiert wird, müssen bei jedem Teilnehmer weiterhin die individuellen Fördervoraussetzungen geprüft werden.


Ebenso ersetzt die Bildungszielplanung nicht die notwendige AZAV-Zulassung einer Maßnahme.


Für Bildungsträger bietet sie vor allem eine Grundlage für strategische Marktanalyse und Produktentwicklung.


Da die Arbeitsmarktsituation regional unterschiedlich ist, können sich Bildungszielplanungen zwischen Agenturbezirken unterscheiden und von Jahr zu Jahr verändern.


Deshalb sollten Bildungsträger bei der Entwicklung ihres Kursportfolios jeweils die aktuellen regionalen Planungen berücksichtigen.

NetzExpert, Max Neugebauer 20. August 2026

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