Die Abschlussquote beschreibt den Anteil der gestarteten Teilnehmer, die eine Bildungsmaßnahme regulär bis zum vorgesehenen Ende absolvieren.
Sie ist eine wichtige Kennzahl für Maßnahmenmanagement und Qualitätssicherung.
Eine einfache Berechnung lautet:
reguläre Abschlüsse ÷ gestartete Teilnehmer × 100.
Bei abschlussorientierten Weiterbildungen sollte unterschieden werden zwischen Teilnahme bis zum Ende und tatsächlich bestandenem externen Abschluss.
Ein Teilnehmer kann beispielsweise die komplette Umschulung absolvieren, aber die Kammerprüfung nicht bestehen.
Die Abschlussquote unterscheidet sich damit von der Prüfungserfolgsquote.
Eine niedrige Abschlussquote kann unterschiedliche Ursachen haben.
Teilnehmer können Beschäftigung aufnehmen, gesundheitliche Probleme haben oder fachlich überfordert sein.
Deshalb sollte die Kennzahl immer gemeinsam mit Abbruchgründen analysiert werden.
Digitale Dashboards ermöglichen den Vergleich verschiedener Kursdurchgänge.
Steigt die Abschlussquote nach Einführung zusätzlicher Lernbegleitung, kann dies ein Hinweis auf die Wirksamkeit der Maßnahme sein.
Die Abschlussquote hilft Bildungsträgern damit, nicht nur Teilnehmerzahlen, sondern den tatsächlichen Verlauf ihrer Bildungsangebote zu bewerten.