Maßnahmekonzeption bezeichnet den Prozess der systematischen Entwicklung einer Bildungs- oder Arbeitsförderungsmaßnahme.
Während das Maßnahmekonzept häufig das fertige Ergebnis beschreibt, meint Maßnahmekonzeption stärker den Entwicklungsprozess.
Am Anfang steht die Frage: Welches Problem beziehungsweise welcher Qualifizierungsbedarf soll gelöst werden?
Danach werden Zielgruppe und Maßnahmeziel definiert.
Anschließend folgen Inhalte, Methoden, Dauer, Unterrichtsform, personelle Anforderungen und Kalkulation.
Bei AZAV-relevanten Maßnahmen muss außerdem berücksichtigt werden, ob die Maßnahme nach Lage und Entwicklung des Arbeitsmarktes zweckmäßig ist.
§ 3 AZAV verlangt eine Abstimmung von Zielen, Dauer und Inhalten auf Zielgruppe und Maßnahmeziel sowie die Berücksichtigung aktueller Arbeitsmarktentwicklungen.
Eine gute Maßnahmekonzeption verbindet deshalb pädagogische, arbeitsmarktliche und wirtschaftliche Überlegungen.
Zu lange Maßnahmen können ebenso problematisch sein wie unrealistisch kurze Programme.
Gleiches gilt für Inhalte, die interessant, aber für das eigentliche Bildungsziel nicht erforderlich sind.
Digitale Maßnahmenentwicklung kann dabei mit standardisierten Modulen arbeiten.
Bestehende Unterrichtseinheiten, Dozentenprofile und Kalkulationsbausteine werden kombiniert, ohne jedes neue Angebot vollständig von Null aufzubauen.