Eine Zielgruppenanalyse untersucht systematisch die Merkmale, Voraussetzungen und Bedürfnisse der Personen, für die eine Bildungsmaßnahme entwickelt wird.
Sie bildet die Grundlage für eine zielgerichtete Maßnahmekonzeption.
Dabei können beispielsweise vorhandene berufliche Kenntnisse, Bildungsstand, typische Qualifikationslücken und Lernvoraussetzungen betrachtet werden.
Auch arbeitsmarktliche Perspektiven gehören zur Analyse.
Wenn eine Maßnahme Menschen für ein bestimmtes Berufsfeld qualifizieren soll, muss geprüft werden, welche Kompetenzen Arbeitgeber tatsächlich benötigen.
§ 3 AZAV verbindet Zielgruppe und Maßnahmeplanung ausdrücklich miteinander: Ziele, Dauer und Inhalte müssen auf die Voraussetzungen der Zielgruppe abgestimmt sein.
Eine gute Zielgruppenanalyse verhindert zwei typische Probleme.
Erstens werden Lerninhalte nicht zu anspruchsvoll oder zu einfach gestaltet.
Zweitens wird vermieden, Qualifikationen anzubieten, die am Arbeitsmarkt kaum nachgefragt werden.
Für Bildungsträger kann die Zielgruppenanalyse außerdem für Marketing und Beratung hilfreich sein.
Mitarbeiter verstehen genauer, für welche Interessenten das Angebot geeignet ist.
In einer digitalen Maßnahmenentwicklung können Zielgruppenprofile als Vorlagen gespeichert und für mehrere verwandte Kurse verwendet werden.
So bleibt die strategische Ausrichtung verschiedener Bildungsangebote konsistent.